Pädagogisches Konzept - Friedrich-Rückert-Grundschule 2017

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Was uns wichtig ist

Ausführliche Darstellung unseres pädagogischen Konzepts

(siehe auch Begrüßungsworte, Stand 2017/2018)

Qualitätsentwicklung

Schulleitung und Team an der Friedrich-Rückert-Grundschule verstehen Schule als dynamische und lernende Organisation. Unser ursprüngliches Konzept vom März 2007 für den Aufbau unserer Ganztagsschule als zweiter Grundschule in Unterfranken wurde immer wieder diskutiert und überarbeitet. Die mehrjährige Mitarbeit im bundesweiten Schulentwicklungsprogramm Ideen für mehr! Ganztägig lernen, einer Initiative der DKJS (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung) seit 2010 brachte wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Ganztagsschulkonzepts und führte u.a. zur Zielstellung Multiprofessionelle Schule. 2012 legte sich die Lehrerkonferenz im Bereich der Förderung des emotional-sozialen Lernens auf eine detailliert beschriebene Vorgehensweise fest. Diese konzeptionellen Vorstellungen und unsere Erfahrungen in der täglichen Unterrichts- und Erziehungsarbeit flossen kontinuierlich in unser Konzept zur Bildungs- und Erziehungspartnerschaft von Schule und Elternhaus in der Fassung vom Oktober 2015 ein. Ende 2015 wurde unsere Schule extern evaluiert. Die Empfehlungen des Evaluationsteams bildeten die Grundlage für die Überarbeitung dieses Konzepts. Gleichzeitig begann die Erarbeitungsphase für ein neues, prozessorientiertes Schulentwicklungsprogramm für die Jahre 2016 bis 2018, welches im Juni 2016 von der Lehrerkonferenz verabschiedet wurde.
 
Das jeweilige Team arbeitete in den vergangenen 10 Jahren trotz Fluktuation (Versetzungen in den Ruhestand, Beförderungen, Versetzungen nach der 2. Staatsprüfung oder in die Nähe des Heimatortes, Erziehungszeiten…) team- und leistungsorientiert und stellte sich sehr engagiert den großen Aufgaben und Herausforderungen.

Deutsch als Zweitsprache/Deutschförderung

Mit Blick auf den sehr hohen Anteil an Schülerinnen und Schülern mit Migrations- bzw. Fluchthintergrund ist uns die Förderung der Sprachkompetenz ein entscheidendes und grundlegendes Anliegen.

Diese beginnt bereits mit den Deutsch-Vorkursen für die Kindergartenkinder. Die Förderung der Sprachkompetenz findet gezielt auch in der ersten und zweiten Jahrgangsstufe in den Deutschlerngruppen statt und wird – falls notwendig - im Deutsch-Förderunterricht für Kinder in der dritten und vierten Jahrgangsstufe fortgesetzt. Deutliche Förderung (Sprache, Bewegung, interkulturelles Lernen) erfahren viele unserer Kinder mit Fluchthintergrund, die häufig als Quereinsteiger zu uns an die Schule kommen, u.a. durch den Einsatz von Drittkräften.

Emotional-soziales Lernen

Klare Regeln, viel positive Zuwendung und ein respektvoller Umgang miteinander schaffen die Grundlagen für eine Kultur der Anerkennung an unserer Schule. Unser Ziel ist es, Orientierung und Zuversicht zu vermitteln.
 
Soziales Lernen findet ständig statt. Durch das Aufzeigen und Erarbeiten von positiven Beispielen im Schulalltag können Kinder erfahren, wie förderliches und erwünschtes Verhalten aussieht und anzuwenden ist.
 
Geeignete Programme zur Steigerung von Basiskompetenzen werden mit Erfolg von Fachkräften (Jugendsozialarbeiterin, Religionspädagogin) in Zusammenarbeit mit der Klassenleiterin bzw. den Eltern regelmäßig durchgeführt.
 
Bei der Förderung des emotional-sozialen Lernens unserer Kinder werden die Lehrkräfte der Friedrich-Rückert-Grundschule besonders auch durch die Fachkräfte des mobilen sonderpädagogischen Dienstes gezielt begleitet.
 
Multireligiöse Schulfeiern für die gesamte Schulfamilie zu Beginn und am Ende des Schuljahres gehören mittlerweile zur Tradition und sind Ausdruck des respektvollen und wertschätzenden Umgangs miteinander. Sie fördern das Gefühl, einer Schulgemeinschaft anzugehören und in dieser Gemeinschaft zu Hause zu sein.
 
Die Teilnahme an diversen sportlichen Wettkämpfen auf Stadtebene, Schullandheimaufenthalte, Schulfeste und öffentliche Aufführungen von Schulkassen, z.B. anlässlich einer Adventsfeier im Rathaus, bieten den teilnehmenden Kindern bei entsprechender Vorbereitung durch die Lehrkräfte viele Möglichkeiten, angemessene Aufgaben und Anforderungen im sozialen Umfeld mit Freude erfolgreich zu meistern und so Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl zu entwickeln.

Musisch-sportliche Bildung

Im Sinne einer ganzheitlichen Förderung legen wir Wert auf die musikalische und sportliche Entwicklung unserer Schülerinnen und Schüler. Dies zeigt sich zum einen im differenzierten Angebot des Ganztagsschulbereichs, das beispielsweise musikalische Grundausbildung in Zusammenarbeit mit der Musikschule Schweinfurt, Instrumentalunterricht für Ukulele oder Schwimmtraining bereits für unsere Erstklässler beinhaltet. Zum anderen steht die regelmäßige Durchführung interkultureller Projekte auf dem Plan, die unsere Kinder verschiedene ästhetische Ausdrucksformen im Kontakt z.B. mit örtlichen Museen, Tanzschulen oder Komponisten live erleben lässt.
 

Gesundheitliche Prävention
 
Gesunde Ernährung und uneingeschränkte Teilhabe am Unterricht stehen in engstem Zusammenhang. Seit 2010 erhält ein Teil der Schülerinnen und Schüler täglich ein kostenloses und reichhaltiges Frühstück der Schweinfurter Kindertafel. Von allen Kindern sehr gern angenommen wird frisches Obst des Europäischen Schulfruchtprogramms und das gesunde Frühstück. Es wird zweimal im Schuljahr in den Klassen in Zusammenarbeit mit den Eltern vorbereitet. Das warme Mittagessen ist für die meisten Kinder der Ganztagsklassen ein geschätztes Highlight.
 
Der großflächige Pausenhof ist mit multifunktionalen Kletter-und Turngeräten ausgestattet und bietet mannigfaltige Möglichkeiten, sich zu bewegen und zu spielen. Ganztagsklassen erhalten zusätzliche Sportstunden. Die Kooperation mit Sportvereinen ermöglicht weitere attraktive Angebote wie beispielsweise Schwimmen, grundlegende Sportförderung und Fitness. Im Entspannungstraining werden Kinder mit Übungen vertraut gemacht, die ihre Körperwahrnehmung stärken und ihnen helfen, sich auch in Stresssituationen zu entspannen.

Elternpartnerschaft
 
Eltern spielen eine wichtige Rolle und werden, wenn dies möglich ist, in Entscheidungen kooperativ miteinbezogen.
 
Von großer Bedeutung ist die sensible Phase des Übergangs zwischen Kindertagesstätten und Grundschule im letzten Kindergartenjahr und im ersten Grundschuljahr. Der Erfahrungshintergrund, den die Fachkräfte der Kindertageseinrichtungen aufgrund ihrer mehrjährigen intensiven Begleitung des Kindes haben, hilft der Schule, das Kind besser zu verstehen. Hier haben sich Dreiergespräche (Kindertagesstätte, Eltern, Grundschule) als sehr sinnvoll erwiesen.
 
Im so genannten Rucksack-Projekt werden Mütter mit Migrationshintergrund mit den Anforderungen vertraut gemacht, die ihr Kind in der Schule erwartet. Das wöchentlich statt findende Elterntreffen wird von Fachkräften des Hortes im Schulgebäude durchgeführt und zeigt den teilnehmenden Eltern in enger Zusammenarbeit mit den Klassenleiterinnen, wie sie ihre Schulkinder unterstützen können.
 
Seit 2011 bietet der Elterntreff für türkische Mütter (cay bahane) den Rahmen für Vorträge schulischer und außerschulischer Referentinnen. Seit dem Schuljahr 2012/2013 gibt es in Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat zusätzlich ein pädagogisches Elterncafé für alle Eltern und seit 2015/2016 Informationsveranstaltungen für syrische Eltern.
 
Unser Elternbeirat bringt sich zuverlässig sehr engagiert und regelmäßig ins Schulleben ein.
 
Im Rahmen von Jugendsozialarbeit an Schulen bietet eine Sozialpädagogin regelmäßige Beratungsmöglichkeiten für Eltern, Kinder und Lehrkräfte an und vernetzt die Kooperation zwischen Schule, Elternhaus und Fachdiensten.
 


Unsere Kooperationspartner
 
Die Kooperation von Erziehern, Sozialpädagogen, kirchlichen Gemeindereferenten, Religionspädagogen, Pfarrern, Fachlehrern, Sonderpädagogen, Trainern aus Sportvereinen, ehrenamtlich engagierten Lesehelfern und den Lehrkräften der Friedrich-Rückert-Schule verläuft erfolgreicher, wenn Aufgaben, Einsatz, gegenseitige Erwartungen und Zielstellungen geklärt sind. Entscheidend sind auch regelmäßige, fest installierte Treffen, die einen Austausch über Erfahrungen und Vorkommnisse im Schulalltag mit Lehrkräften aus dem Ganztagsbereich und der Schulleitung ermöglichen.
 
 

Aufbau und Pflege eines außerschulischen Netzwerkes ermöglichen zusätzliche Differenzierungs- und Fördermaßnahmen
 
Sehr gute Voraussetzungen, um auf die Schülerinnen und Schüler in kleineren Gruppen individuell eingehen und sie entsprechend ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten fördern zu können, schaffen vor allem in Ganztagsklassen Differenzierungsmaßnahmen durch Teamteaching oder die Teilung des Klassenverbandes überwiegend am Nachmittag. Diese zum Teil von außerschulischen Fachkräften geleisteten zusätzlichen Angebote im musischen, sportlichen und emotional-sozialen Bereich wirken darüber hinaus auch stark rhythmisierend.
 
Eine wesentliche Rolle spielen hier der aktive Aufbau und die Pflege eines Netzwerkes außerschulischer Förderer und Freunde der Friedrich-Rückert-Grundschule. Die Unterstützung durch Stiftungen, Sportvereine, Verbände, Musikschule und insbesondere auch die katholische und evangelische Kirche erlaubt den Einsatz zusätzlicher pädagogischer Fachkräfte, die für die Umsetzung der konzeptionellen Ziele wertvolle Arbeit leisten. Ehrenamtlich bringt sich darüber hinaus eine Gruppe von Lesementoren seit mehreren Jahren engagiert ein, um die Freude am Lesen zu vertiefen. Nachmittags wird eine außerschulische Hausaufgabenbetreuung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes angeboten. Es hat sich gezeigt, dass für die Qualitätsentwicklung an unserer Schule eine langfristige Zusammenarbeit mit den im Ganztagsschulbereich engagierten Fachkräften sowie die Beibehaltung fester Ansprechpartner bei allen Netzwerk-Partnern unserer Schule sehr gewinnbringend sind.
 
 
 
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